Eine Lüftungssteuerung bestimmt, wann und wie weit elektrisch angetriebene Fenster, Oberlichter oder Lichtkuppeln öffnen. Sie ist das Bindeglied zwischen Nutzer, Wetter und Antrieb – und entscheidet damit über Komfort, Energieverbrauch und den Schutz des Gebäudes vor Regen und Sturm. Hier erfahren Sie, welche Komponenten eine Lüftungssteuerung für die tägliche Lüftung braucht und wie Sie sie sinnvoll kombinieren.
Aufgaben einer Lüftungssteuerung
Für die tägliche Komfortlüftung muss eine Lüftungssteuerung vor allem drei Dinge leisten:
- Bedienen: Fenster per Taster oder Fernbedienung öffnen und schließen.
- Versorgen: Den Fensterantrieb mit der richtigen Spannung und ausreichend Strom versorgen.
- Schützen: Fenster bei Regen oder starkem Wind automatisch schließen.
Wichtig: Die Lüftungssteuerung für den Alltag ist nicht dasselbe wie eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage. Für RWA gelten eigene Normen und es wird eine dafür zugelassene RWA-Zentrale benötigt. Den Unterschied erklären wir im Beitrag Ventilation par évacuation des fumées et de la chaleur (SHEV) et ventilation quotidienne – quelle est la différence en matière de planification ?
Variante 1: Lüftungstaster für 230-V-Antriebe
Die einfachste Lüftungssteuerung ist ein Taster, der einen 230-V-Fensterantrieb direkt schaltet. Der bouton de ventilation VS-LT 230 wird unter Putz montiert und ist für bis zu 250 V AC und 10 A ausgelegt. Die Kabel werden über ein Steckklemmen-System ohne Schrauben angeschlossen. Wo keine Unterputzdose vorhanden ist, eignet sich der Bouton de ventilation en surface VS-LT-A.
Diese Lösung ist günstig und robust, bietet aber keine Automatik: Das Fenster bleibt offen, bis es jemand wieder schließt.
Variante 2: 24-V-Lüftungssteuerung mit Fernbedienung und Sensoren
Für 24-V-Fensterantriebe wird eine Steuerung mit Netzteil benötigt. Die Contrôleur VS-C24-7A wandelt 230 V AC in 24 V DC um und liefert bis zu 7 A für alle angeschlossenen Antriebe. Bedient wird sie per Taste am Gerät oder per Funkfernbedienung (433,92 MHz). Sie eignet sich für alle 24-V-Fensterantriebe von Vent Systems, etwa die Moteurs à chaîne der Serie VS-KA oder die Actionneurs linéaires der Serie VS-LA.
Automatisch schließen bei Regen und Wind
Erst mit Sensoren wird aus der Steuerung eine echte Lüftungsautomatik. Der Capteur de pluie VS-RS erkennt Niederschlag über ein Kontaktgitter und meldet ihn an die VS-C24-7A, damit die Fenster rechtzeitig schließen. Der Capteur de vent, de pluie et de lumière VS-WRLS erfasst zusätzlich Windstärke und Helligkeit – sinnvoll bei exponierten Dachfenstern oder wenn auch Sonnenschutz über dieselbe Steuerung läuft.
Worauf Sie bei der Planung achten sollten
- Tension: Taster und Steuerung müssen zur Nennspannung des Antriebs passen (230 V AC oder 24 V DC).
- Stromreserve: Die Nennströme aller Antriebe an einer Steuerung addieren; bei der VS-C24-7A maximal 7 A gesamt.
- Leitungen: Querschnitte so wählen, dass der Spannungsabfall auch bei langen Wegen gering bleibt.
- Montageort: Die VS-C24-7A ist für die Innenmontage vorgesehen (IP 50), Sensoren gehören frei anströmbar nach außen.
- Fachbetrieb: Installation und Inbetriebnahme nur durch qualifiziertes Fachpersonal.
Dieselbe 24-V-Steuerung kann auch Jalousien, Rollläden und Markisen bedienen – mehr dazu im Beitrag Commande de stores 24V.
Conclusion
Für einzelne Fenster mit 230-V-Antrieb reicht oft ein Lüftungstaster. Wer mehrere Fenster komfortabel bedienen und bei Regen automatisch schließen möchte, setzt auf eine 24-V-Lüftungssteuerung mit Sensor. Welche Kombination für Ihr Projekt passt, klären wir gern in einem kurzen Beratungsgespräch. Alle Antriebe, Steuerungen und Zubehörteile finden Sie im Vent Systems Shop.
