Bei einem kraftbetätigten Fenster bewegt ein Motor den Flügel. Dabei entstehen Stellen, an denen Finger oder Hände eingeklemmt werden können. Diese Kanten heißen Schließkanten.
Was ist was?
- Hauptschließkante: die Kante des Flügels, die beim Schließen auf den Rahmen zuläuft, bei einem Kippfenster meist die obere Kante. Hier ist die Quetschgefahr am größten.
- Nebenschließkanten: die seitlichen Kanten des Flügels. Zwischen ihnen und dem Rahmen oder der Laibung entstehen Quetsch- und Scherstellen.
Wann muss abgesichert werden?
Entscheidend ist vor allem die Einbauhöhe. Liegen die Quetsch- und Scherstellen bis 2,50 m über dem Boden oder einer Standfläche, sind sie erreichbar und müssen abgesichert werden. Fenster, deren Flügel komplett höher liegen, gelten als weniger gefährdet. Wer Antrieb und Fenster zusammenbaut, muss nach der Maschinenrichtlinie eine Risikobeurteilung erstellen.
Typische Schutzmaßnahmen
- Totmannschaltung: das Fenster bewegt sich nur, solange der Taster gedrückt wird
- Geringe Schließkraft und langsame Bewegung im letzten Stück vor dem Schließen
- Schaltleisten oder Lichtschranken: stoppen den Flügel bei Berührung
- Abdeckungen an den Nebenschließkanten
Diese Seite gibt einen Überblick und ersetzt keine Risikobeurteilung. Tipps zur Montage: Fensterantrieb richtig montieren.
Weiterlesen
- Lexikon: Fangschere
- Lüftungssteuerung: Taster, Steuerung und Sensoren
- 10 Qualitätskriterien für Fensterantriebe
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